Psychosoziale Gesundheit der Schüler/-innen, Lehrpersonal und Schulleitung

Das Jugendalter ist eine wichtige, oft schwierig verlaufende Entwicklungsphase, in der sich Jugendliche selbst erfahren und finden dürfen. Durch den stressigen, durch Leistungsdruck geprägten Schulalltag wird die Psyche doppelt gefordert.

Mit diese Tipps kannst du den Glauben an dich zurückgewinnen, im Moment entspannen lernen und Probleme im Schulalltag besser meistern und mehr Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickeln.

Durch das Lernen in der Gruppe wird auch das soziale Verhalten und die Gemeinschaft gestärkt.

Stress: Jeder kennt ihn, die meisten haben ihn, die wenigsten schaffen es, ihn zu vermeiden. Aber woher kommt Stress eigentlich? Wann wird er gefährlich und was können wir gegen Stress tun?

Innere Stressauslöser

Auf der Erziehung und Sozialisierung basierende Ansichten, die dazu führen, dass wir etwas als stressig wahrnehmen

Beispiele: Perfektionismus, hohe Ansprüche oder Erwartungen, unerfüllte Sehnsüchte

Auch die psychisch-mentalen Stressauslöser zählen zu den inneren Stressoren

Beispiele: Über- oder Unterforderung, Nicht-Verstehen der Zielvorgaben, Leistungs-, Zeit-, Konkurrenzdruck

Viele dieser Stressauslöser begegnen uns auch am Arbeitsplatz. In einer Umfrage im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit wurden die folgenden zehn beruflichen Belastungsfaktoren am häufigsten genannt:

  • Zeitdruck
  • Unterbrechungen bei der Arbeit
  • Ungünstige Körperhaltung bei der Arbeit
  • Lärm und laute Umgebungsgeräusche
  • Steigendes Arbeitspensum
  • Widersprüchliche Anforderungen
  • Mangel an Information
  • Widrige Umgebungsbedingungen
  • Schwere körperliche Arbeit
  • Notwendigkeit, die Gefühle zu verbergen

Wie lässt sich Stress reduzieren? Kann man Stress verhindern?

Stressmanagement ist eine eigene Wissenschaft und das zurecht: Immerhin sagt jede/r zweite Deutsche, dass er oder sie sich manchmal gestresst fühlt. Mehr als ein Viertel gibt an, häufig unter dem Gefühl von Stress zu leiden. Die gute Nachricht: Mit Stress richtig umzugehen, kann man lernen.

Das Zauberwort lautet Resilienz. Das Wort Resilienz, lässt sich definieren als „Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“. Resilienten Menschen gelingt es also, nach herausfordernden Ereignissen schneller wieder zu einer optimistischen Haltung zurückzufinden.

Neben der inneren Resilienz gibt es auch eine Reihe äußerer Faktoren, auf die wir Einfluss nehmen können, wenn wir unser Stresslevel reduzieren möchten. Und da wir alle unsere ganz eigenen Mix aus Stressoren haben, gilt es zunächst herauszufinden, was uns aktuell am meisten stresst.

In einer Umfrage zeigte sich, dass der Großteil der Menschen als Stressfaktor Nummer eins die Arbeit/Schule nennt, gefolgt von hohen Ansprüchen, Krankheiten in der Familie, familiäre Konflikten und der ständigen Erreichbarkeit aufgrund von Handy und sozialen Medien. Gerade im Bereich des schulischen Stress lassen sich mehrere Hebel in Bewegung setzen. Nicht nur von Arbeitnehmer/innen, sondern auch Arbeitgebern sowie Schüler und Schülerinnen.

Als Schüler kannst du …

… deinen Tagesablauf entschleunigen, indem du dein Zeitmanagement verbesserst, bei z.B Hausaufgaben

Tipp: Plane Pausen und einen täglichen Puffer für Unerwartetes ein. Auch Prioritätenlisten, die du mit deinem/r Lehrer/in abstimmst, können helfen. Oder du sammelst kleinere Aufgaben in einer To-Do-Liste, um Ablenkungen zu minimieren.

… lernen, nein zu sagen, sobald es zu viel wird.

Tipp: Biete alternative Lösungsvorschläge an, anstatt einfach nein zu sagen: „Heute schaffe ich es leider nicht mehr, aber morgen Nachmittag nehme ich mir gerne Zeit.“

… darauf achten, dass du dir genügend Zeit für ausgleichende Aktivitäten nimmst.

Tipp: Finde heraus, ob deine Schule oder deine Umgebung Yoga- oder andere Sport-Kurse vor Ort anbietet, und probiere es gezielt mit Entspannungs-, Meditations- und Achtsamkeitsübungen (Natürlich funktionieren „normale“ Hobbys ebenso gut).

… deine Freizeit regelmäßig in Anspruch nehmen.

Tipp: Der Erholungseffekt ist für viele größer, wenn sie die Ferien nicht zu Hause verbringen. Regelmäßige Kurztrips können wahre Wunder bewirken.

… darauf achten, dass du genug Schlaf bekommst.

Tipp: Schlafmangel macht dich anfälliger für Stress. Und Stress kann wiederum zu Schlafmangel führen. Vermeide diesen Teufelskreis und achte auf eine gesunde Routine.

Wir hoffen, wir konnten euch ein wenig helfen, euren Schulstress besser zu bewältigen.

Ronja M. 10/2 & Rosalie W. 10/1