Sonne, Sagrada Família und unvergessliche Momente

Am Samstagmorgen, dem 31. Mai 2026, versammelte sich die Klasse 10.2 voller Vorfreude — und bei einigen auch mit spürbaren Nachwirkungen des Vorabends — am Flughafen Berlin. Nach der Gepäckabgabe und den Sicherheitskontrollen blieb noch etwas Zeit, den Flughafen in kleinen Gruppen zu erkunden. Um 11:30 Uhr hob das Flugzeug ab und das große Abenteuer begann: eine Mischung aus Aufregung, leichter Nervosität, Vorfreude — und bei manchen schlicht Schlafmangel.

Der Flug selbst verlief trotz heftiger Turbulenzen gut, und die Landung — mit einigen bemerkenswerten Schwankungen nach links und rechts — brachte alle wohlbehalten in Barcelona an. Nach der Gepäckabholung bezogen wir unser Hotel Twentytú, in idealer Lage nahe dem Strand und dem Stadtzentrum. Die Zimmer waren kompakt, aber gemütlich — wobei die dünnen Wände für eine sehr akustische Atmosphäre sorgten, über die alle Bescheid wussten.

Um 17:00 Uhr starteten wir zu Fuß zum Strand Bogatell. Die Überraschung war groß: An einem sonnigen Sonntag war der Strand restlos überfüllt. Das hielt jedoch niemanden davon ab, sich beherzt ins Wasser zu stürzen. Die Halbpension erwies sich als echter Komfortfaktor: Ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet im Hotel und die Abendessen in einem Restaurant nur 200 Meter entfernt sorgten dafür, dass niemand hungrig zu Bett ging.

Montag: Durch das Herz der Stadt

Der 1. Juni begann früh — um 8:30 Uhr — mit einer geführten Stadtwanderung vom Hotel bis zur Plaça de Catalunya. Bei intensiver Hitze, die glücklicherweise im Schatten der Gebäude erträglich blieb, erkundeten wir zu Fuß die bekanntesten Orte der Altstadt: Las Ramblas, den Mercat de la Boqueria, das Gotische Viertel mit der Plaça del Rei, die Kathedrale von Barcelona und die Plaça de Sant Jaume. Nach rund acht Kilometern hatten viele Schülerinnen und Schüler ihre Kräfte aufgebraucht und kehrten ins Hotel zurück.

Der Nachmittag entschädigte für alle Mühen: hatten wir Eintrittskarten für die Sagrada Família bekommen. Was sich vor unseren Augen entfaltete — die atemberaubende Fassade, das überirdische Lichtspiel im Innern, die Krypta, die Türme — ließ niemanden unberührt. Ein Moment, den wohl alle für immer in Erinnerung behalten werden.

Dienstag: PortAventura

Der Dienstag gehörte ganz dem Vergnügen: Mit dem Bus — je 90 Minuten hin und zurück — fuhren wir nach Salou ins Freizeitpark Port Aventura. Der Tag war spektakulär, aber kräftezehrend. Um 21:00 Uhr kehrten alle erschöpft ins Hotel zurück. Abendessen, und dann schnell ins Bett — wobei „schnell“ natürlich relativ zu verstehen ist.

Mittwoch: Freier Tag in Barcelona

Nach den anstrengenden Vortagen gab es endlich Gelegenheit zum Ausschlafen. Das Frühstücksbuffet war bis 10:30 Uhr geöffnet. Danach organisierten sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig und erkundeten Barcelona in kleinen Gruppen. Dabei wurden Fotos des jeweiligen Standorts gesendet — eine moderne Form der Stadterkundung, die gleichzeitig die Eigenverantwortung stärkte. Besucht wurden unter anderem die Casa Milà, die Casa Batlló, der Arc de Triomf, der Olympische Hafen, das Einkaufszentrum Maremagnum und natürlich die Strände der Barceloneta bis hin zur Altstadt.

Donnerstag: Begegnung mit Barcelona

Der Donnerstag war ein besonderer Tag: Um 8:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zu einem Barceloner Partnerschule. Der Empfang durch Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler war herzlich; eine Schulführung und eine Vorstellungsrunde eröffneten den Austausch. Von 11:30 bis 13:30 Uhr spielten beide Gruppen gemeinsam Volleyball und Fußball — eine Begegnung, die Türen öffnete und den Grundstein für einen zukünftigen Gegenbesuch legte.

Am Nachmittag spielte das Wetter leider nicht mit. Die geplante Strandroute mit dem Bus musste wegen Regens kurzerhand abgesagt werden, und so verwandelte sich der Ausflug in einen Besuch eines großen Einkaufszentrums — auch das eine Erfahrung.

Freitag: Abschied

Nach dem Frühstück und dem Fertigmachen der Koffer nutzten alle noch einmal die Gelegenheit, in kleinen Gruppen durch die Stadt zu schlendern, Souvenirs zu kaufen und sich von den Stränden, den Monumenten — und für manche auch vom hoteleigenen Sofa — zu verabschieden. Glück im Unglück: Da am Samstag der Papst erwartet wurde, war Barcelona bereits von Menschen überflutet. Unser Rückreisetag war der Freitag, der 5. Juni — die richtige Entscheidung.

Eine letzte Überraschung am Flughafen

Beim Einsteigen ins Flugzeug in Barcelona erlebten einige Schülerinnen noch eine unerwartete Begegnung: Der bekannte TikToker Jacobrott befand sich ebenfalls an Bord. Natürlich ließen sich die Mädchen, die in seiner Nähe standen, die Gelegenheit nicht entgehen und baten ihn um ein gemeinsames Foto — eine kleine, aber unvergessliche Anekdote als krönender Abschluss der Reise.

Um 16:35 Uhr waren alle am Flughafen El Prat. Müde Gesichter, aber leuchtende Augen — noch voll von den Eindrücken einer unvergesslichen Woche. Wie ich den Familien sagte: Rückgaben wurden nicht akzeptiert.

Die Klasse 10.2 hat sich während der gesamten Reise vorbildlich verhalten — so vorbildlich, dass das Hotel selbst uns dafür belobigt hat. Ein echtes Kompliment, das bleibt.

Die KOSTBARE FRACHT ist wieder zu Hause. Und Barcelona bleibt im Herzen.