Lateinfahrt nach Rom – Reiseberichte

Tag 1 Rom — eine Stadt, die Geschichte schreibt und alle Menschen in ihren Bann zieht. Dieses Jahr haben wir, der Jahrgang 11, die Möglichkeit, die antike Stadt live zu erleben.
Nach einem angenehmen Flug landeten wir am Sonntag in Rom. Schon am Flughafen und während unserer Reise zum Hotel konnten wir einige antike Bauwerke bewundern. Nach einer kleinen Pause startete dann das große Erlebnis: Zuerst besichtigten wir unter der Leitung von Frau Neumann die Caracalla-Thermen. Schon dort wurde uns klar, wozu die Römer in der früheren Zeit imstande waren. Massive Wände und große Höhen stellten für sie nämlich kein Problem dar.
Unmittelbar danach durften wir den Circus Maximus mit seiner faszinierenden Geschichte und Vergangenheit betreten. Natürlich durfte eine Basilika nicht fehlen, deshalb besuchten wir noch die Santa Maria in Cosmedin mit dem Schädel des Heiligen Valentin. Der nächste Stopp des Tages führte uns zum Tempel des Herkules und zum Tempel des Portunus, welche aufgrund ihrer Umfunktionierung als Kirche immer noch perfekt erhalten sind. Der vorletzte Stopp brachte uns zum Marcellus-Theater, welches aufgrund seiner Bauweise an das Kolosseum erinnerte.
Der krönende Abschluss folgte am Altare della Patria mit wunderschöner Aussicht über das Forum Romanum, das Kolosseum, den Petersdom und letztlich ganz Rom. Circa 20.000 Schritte später wurden sich noch italienische Spezialitäten einverleibt und geschlemmt.
Auch wenn unsere Füße schon am Limit ihrer Belastung sind, wissen wir nicht, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Aber eins steht fest — das war erst der Anfang.
In diesem Sinne: römische Grüße aus Rom.

Tag 2:
Am 16.03.2026 begann unser Tag um 7:00 Uhr mit dem Frühstück, bevor wir um 8:00 Uhr das Hotel verließen. Anschließend nahmen wir an einer Führung mit Frau Dr. Langer durch das Forum Romanum teil, das in der Antike als religiöses, politisches und wirtschaftliches Zentrum diente. Nach dem Aufenthalt im Forum Romanum legten wir eine angenehme und ausreichende Pause ein. Anschließend besichtigten wir das Kolosseum, eines der bekanntesten Bauwerke der römischen Antike. Danach führten uns unsere Wege weiter zum Konstantinsbogen sowie zur Basilika Santa Maria Maggiore. Für ausreichend Schritte war dabei auf jeden Fall gesorgt. Insgesamt war es ein sehr lehrreicher und abwechslungsreicher Tag mit vielen eindrucksvollen Erlebnissen.
Laura Sperling und Lucy Beier Jahrgang 11

Tag 3
Heute sind wir direkt nach dem Frühstück in den Vatikan „gereist“. Zuerst besuchten wir den Petersdom, der beeindruckend riesig ist und mit unzähligen Statuen sowie Gemälden geschmückt ist. Vom höchsten Punkt der Kuppel aus haben wir den tollen Panoramablick über die gesamte Stadt genossen. Der Aufstieg dorthin war aber anspruchsvoll: Wir mussten 551 Stufen erklimmen, die immer enger wurden.
Anschließend begaben wir uns zum Campo Santo Teutonico, einem exklusiven deutschen Friedhof im Vatikan. Nur Deutschsprachige Leute dürfen diesen Ort betreten, er ist dadurch auch vielen unbekannt. Für Einlass, spricht man die Schweizergarde mit den Worten an: „Wir würden gerne den Campo Santo Teutonico besuchen“.
Folgend haben wir die Englesburg bestiegen, die später Burg der Päpse und vorher das Mausuleum von Kaiser Hadrian war. Die Piazza Navona mit dem Vier-Ströme-Brunnen von Bernini wurde auch noch von uns besichtigt.
Danach sind wir zum Pantheon, das stark von Besuchern belebt war und wieder einige Gemälde beherbergt. Fast direkt neben dem Pantheon steht der Elefantenobelisk, dessen Geschichte eigentlich sehr lustig ist: Der Elefant zeigt mit dem Hinterteil in Richtung Mönchskloster. Wir sind auch an der Area Sacra, auch Katzenforum genannt, mit ihren antiken Ruinen und streunenden Katzen vorbei gekommen. Interessantes Detail: Die Archäologen kennen bis heute den genauen Zweck der Gebäude nicht und haben sie daher mit Buchstaben bezeichnet. Leider entdeckten wir dort nur zwei Katzen.
Der Tag wurde durch die Kapitolinischen Museen abgerundet, die sehr groß und anschaulich sind, indem sie detaillierte Gemälde mit Szenen aus der Antike zeigen. Highlight war unter anderem die originale Statue der kapitolinischen Wölfin.
Xenia, Julietta & Leonie

Tag 4:
Unser Ausflug durch Rom war wirklich ein besonderes Erlebnis für mich. Am Morgen starteten wir an der Spanische Treppe, wo wir direkt die lebendige Atmosphäre der Stadt spüren konnten. Danach ging es weiter zum Mausoleum des Augustus, das uns einen ersten Eindruck von der römischen Geschichte vermittelte. Besonders beeindruckend fand ich die Ara Pacis, die wir schon früh am Tag besichtigt haben.
Anschließend besuchten wir den berühmten Trevi-Brunnen, an welchem wir die Gelegenheit bekamen eine Münze hinein zu werfen. Ein echtes Highlight war auch Vicus Caprarius, die sogenannte „Water City“, die unter der Erde liegt und total faszinierend war. Danach gingen wir zur Santa Maria della Concezione dei Cappuccini, wo besonders die Kapuzinergruft einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Später hatten wir die Wahl zwischen der Lateranbasilika und dem Parco degli Acquedotti, was ebenfalls spannend war. Am Nachmittag besuchten wir dann die Mercati di Traiano und das Forum Traiani, an welchen man sich das Leben im antiken Rom richtig gut vorstellen konnte. Insgesamt war der Tag zwar anstrengend, aber unglaublich abwechslungsreich und interessant. Ich habe viel Neues gelernt und konnte Geschichte einmal ganz anders erleben als im Unterricht. Besonders cool fand ich, dass wir so viele unterschiedliche Orte an einem Tag gesehen haben. Mir hat der Ausflug sehr gefallen und ich werde mich sicher noch lange daran erinnern.

Tag 5

Auch an unserem fünften Tag starteten wir wie gewohnt am Morgen in unser Programm. Unser erstes Ziel war Ostia Antica. Die antike Hafenstadt war besonders interessant, da dort noch viele Gebäude und Straßen gut erhalten sind. Beim Rundgang konnten wir uns gut vorstellen, wie das Leben dort früher ausgesehen haben muss. Besonders spannend fand ich die vielen Mosaike, die noch erhalten sind. Zum Beispiel gab es vor den ehemaligen Handelsbüros am Marktplatz Mosaike, die zeigten, welche Händler sich in den jeweiligen Büros befanden. Außerdem haben wir einiges über die Geschichte von Ostia gelernt und darüber, welche Bedeutung die Stadt früher für Rom hatte. Danach besuchten wir die Basilika San Paolo fuori le Mura. Die Kirche war sehr beeindruckend, vor allem wegen ihrer Größe und der besonderen Atmosphäre. Interessant fand ich auch, dass dort Bilder von allen ehemaligen Päpsten zu sehen sind. Im Anschluss sahen wir die Pyramide von Rom. Dass es überhaupt eine Pyramide in Rom gibt, war mir vorher gar nicht bewusst, weshalb es ziemlich überraschend war, sie plötzlich mitten in der Stadt zu sehen. Am Nachmittag besuchten wir die Katakomben des San Callisto. Dort gingen wir durch die unterirdischen Gänge, in denen früher viele Christen begraben wurden. Am Abend gingen einige von uns noch einmal gemeinsam zum Petersdom, obwohl wir ihn bereits am dritten Tag besucht hatten. Besonders beeindruckend war der Petersplatz bei Nacht, da kaum noch Besucher dort waren. Die ruhige Atmosphäre und der Blick auf das große, beleuchtete Gebäude waren ein schöner Abschluss unseres Tages und unserer Reise nach Rom.

Tag 6
Wieder gut gelandet – unsere Romfahrt geht zu Ende. Gemeinsam mit dem Dom-Gymnasium Brandenburg an der Havel konnten unsere Lateinkurse diese besondere Fahrt erleben und Rom vor Ort entdecken. Die Zusammenarbeit der beiden Schulen hat gezeigt, wie gut solche gemeinsamen Projekte funktionieren. Unser Fazit: Eine Fahrt, die in Erinnerung bleibt – und Rom ist immer eine Reise wert. Wir kommen wieder!