Abi in der Tasche, und dann?

„Ihr habt alle Möglichkeiten, die es gibt. Es ist zwar erschlagend, doch wenn ihr wisst, was ihr wollt, ist es wichtig, dass ihr es auch ausprobiert“, erklärte Max Büttner, welcher Lehramt in Potsdam studiert. Er und seine ehemaligen Mitschüler, welche im Jahre 2015 und 2016 ihr Abitur absolvierten, erzählten von ihren Sorgen und Erfahrungen. „Max hat recht. Es ist wichtig, dass ihr euch informiert. Auch wenn euer Ziel unwahrscheinlich und unerreichbar scheint, probiert es!“, unterstrich seine Mitschülerin Janine Torzewski. Sie studiert an der Universität der Künste und der Freien Universität Berlin.

„Das Wichtigste ist es, Fristen einzuhalten. Wenn ihr eine Abgabe nicht einhaltet, habt ihr schlussendlich Pech und werdet ausgeschlossen“, erläuterten die beiden.

Dass viele Schüler auch bis kurz nach dem Abitur keine Idee einer beruflichen Perspektive haben, hielten die meisten Teilnehmer für kein großes Problem. „Eine Auslandsreise ist in dem Fall ideal, da diese Kreativität fördert, und man zu sich selbst findet. Ich hatte selber keine Idee“, unterstrich Editha Sägebrecht. Kim Anh Pham, die für einige Zeit in Neuseeland war  und eben nicht sofort studieren wollte, stimmte dem zu: „In der Spontanität entstehen die tollsten Ideen und Möglichkeiten. Lasst euch bloß nicht stressen, versucht euch aber ein Ziel vor Augen zu setzen.“ Eine sehr gute Möglichkeit zur Berufsorientierung sieht Yola Meisel zum Beispiel in Praktika und Freiwilligen Diensten. „Es ist wichtig in die Berufswelt reinzuschauen, und schon im Vorhinein die Arbeit kennenzulernen“, so Yola.

Auf die Frage, ob der Einstieg in das Universitätsleben schwer fällt, reagierten die Studenten sehr gelassen. „Man fühlt sich am Anfang relativ aufgeschmissen, da es sehr viele neue Einflüsse sind. Allerdings gehört das dazu. Es ist normal und auch nötig, mal Fehler zu machen und zu scheitern“, erklärten die Teilnehmer. Anne Thiele, welche seit Oktober 2016 Humanmedizin in Greifswald studiert, motivierte die Schüler mit den Worten: „Verbaut euch nicht die Chancen, nur weil ihr euch nicht traut, macht es einfach.“

Die Veranstaltung bot den Schülern eine gute Plattform, Fragen und eventuelle Sorgen mit erfahrenen Schulabgängern zu klären, und gab eine kleine Voraussicht auf das, was noch kommen mag: Der Start, in einen neuen Lebensabschnitt.

Dennis Wenzien, Medienkunde Klasse 10